Hellhead – Durch die Geburt ins Meer des Lebens hineingeworfen

Heute habe ich mal einen musikalischen Geheim-Tipp für euch. Die Sympathisanten des guten alten Rock unter euch werden dabei voll auf ihre Kosten kommen. Wer erinnert sich nicht an die Phase, als sich der Punk vom Hardrock abhob und die Diversifikation ihren Lauf nahm. Und genau da setzt mein Tipp für euch an.

Hellhead verbindet die vielen Abspaltungen des Hardrock zu einem eingängigen Blues und reicht damit von Iron Maiden bis zu dem wilden Deutschrock aus den 80er Jahren. Neben den relativ simpel gehaltenen Texten, die trotzdem an mancher Stelle nicht an Tiefsinnigkeit verlieren, klingen die Instrumente, als hätten sie nur auf die Musik gewartet.
Seit 2010 ist Hellhead in seiner aktuellen Konstellation auf LIVE-Tour: Fuxx an der Gitarre, Mattes an der zweiten Gitarre und Gesang, Ralle an den Drums und Phil am Bass und Backing Vocals. So sind die vier bereits mit Größen wie „Dritte Wahl“, „The Accüsed“ aus den USA und den Kontrollers unterwegs gewesen. Außerdem waren sie der Hauptact auf dem Black-Port Festival 2012. In dieser Zeit hat sich schon klar herauskristallisiert, dass die Tracks „St. Antonius“, „Herbst“ und „Hellhead“ besondere Beliebtheit bei den Fans fanden.

Und jetzt ist die Band dabei ihr erstes Album zu produzieren. Genau das ist der eigentliche Anlass, weshalb ich diese Zeilen zusammenstelle.

Die Band hat mir ihren ersten Mix zur Verfügung gestellt, damit ich mal wieder etwas zu schreiben habe. Also habe ich mich zurückgelehnt und die Klänge auf mich wirken lassen. Der erste Track „Als ich war jünger“ geht sofort durchs Ohr ins Blut. Doch halt! Irgendetwas ist da sonderbar. Die Vocals verschwinden etwas unter den anderen Instrumenten, aber das liegt nur an dem ersten Mix und wird noch nachbearbeitet. Außerdem klingt es etwas gewöhnungsbedürftig, wenn der Text invertiert gesungen wird. Also: „Als ich war jünger“ anstelle eines „Als ich jünger war“. Auch bei anderen Texten werden solche Inversionen angewandt, doch das ist eine reine Gewöhnungssache für die Ohren. Sobald man nicht mehr darüber nachdenkt, lässt der Kopf sich schnell mit den rockigen Melodien mitreißen.

Die Texte sind kurz und knackig, haben teilweise aber auch tiefgründige Bedeutung, wie beispielsweise das „Migrantenlied“. Doch keine Angst, hauptsächlich wird die Lust am Leben besungen. Euch erwartet also keine allzu harte Kost.

Hier ein kleiner LIVE-Leckerbissen „Herbst“:

Wenn ihr nun Bock auf das Album habt und euch fragt, wie ihr an diese Scheibe kommt, dazu kann in diesem Moment noch nicht allzu viel gesagt werden. Da die CD noch ohne Label und auf eigene Faust in den legendären Soundlodge Studios Rhauderfehn aufgenommen wurde, ist sie momentan nur im Eigenvertrieb im Online-Shop auf www.heallhead.de erhältlich. Außerdem ist geplant, das Album über Amazon.de zu vertreiben.

Um auf dem neusten Stand zu bleiben, könnt ihr euch hier auf Facebook mit ihnen verlinken. Natürlich werde ich versuchen, euch von hier aus ebenfalls weiter auf den akutellen Stand zu bringen. Schaut einfach immer mal wieder vorbei.

Zu guter Letzt noch die aktuelle Tracklist:
01. Als ich war jünger
02. BoomBoom
03. So far away
04. H.E.L.L.H.E.A.D.
05. Herbst
06. Kleines Herz
07. Migrantenlied
08. Place to hide (Die Box)
09. Rose
10. St. Antonius
11. Strandgut

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