Twitter – Die eigene Revolution in den Tod

TwitterDown


Ich persönlich bin schon lange ein Nutzer von Twitter. Die ganze Zeit habe ich es immer allen empfohlen und stand auch hinter dem „Produkt“. Warum war für mich eigentlich ganz einfach, es war das Soziale News Netzwerk, was nicht zu sehr „social“ war. Ich folgte und folge hier eigentlich primär Blogs, News-Acoounts, Firmen und einigen, die nicht meine Freunde sind, aber deren Meinungen ich interessant finde, auch wenn es nicht immer meine eigene Meinung ist.
Die Macht eines solchen Kurznachrichten-Dienstes zeigt sich besonders in den Ereignissen in Nord-Afrika. Einige Revolutionen, ausgelöst durch Twitter und teilweise auch Facebook. Ein Umsturz, der ohne Twitter und Facebook nicht denkbar gewesen wäre.
Doch nun macht sich Twitter selbst kaputt und bringt eine Revolution gegen sich selbst…

Hauptgrund dafür sind die neuen Richtlinien für Twitter Apps, die in der neuen Schnittstelle hinterlegt sind. Maximal 100000 Nutzer („User Token“) darf eine App haben, danach wird die Erlaubnis von Twitter benötigt. Ob man diese bekommt, scheint ein reiner Zufallsprozess zu sein. Für viele App-Entwickler ist dieses ein Grund, die Entwicklung einzustellen. Ein aktuelles Beispiel ist TweetLanes.

Warum Twitter das macht ist wohl klar. Es sollen die eigenen Apps gepusht werden um durch mobile Werbung Geld zu verdienen. Aber dies führt zu einem großen Problem. Denn bisher zeichnete Twitter unter anderem die Vielfalt aus. Viele Apps, bei denen jeder das passende für seine Nutzung und seinen Geschmack findet.
Somit ist es für Twitter immer eine Gratwanderung aktuell. Auf der einen Seite, die Sachen, die den Dienst groß gemacht haben, auf der anderen Seite, die Zukunft des Unternehmens.

Aber welche Alternativen gibt es überhaupt in der heutigen Zeit. Viele sind ja der Meinung, alles was man im Internet nutzen kann, muss kostenlos sein. Hier bleibt dann halt nur die Werbung. Auf der anderen Seite stehen Nutzer, die für eine Leistung, die Ihnen gefällt, auch gerne Geld bezahlen wollen. Allerdings landet dieses Geld, zumindest im Falle von Twitter, bei den Entwicklern der einzelnen Apps und nicht in den Kassen von Twitter.

Meiner Meinung nach, sollte man hier einfach den Leuten geben was Sie wollen. Kostenlose „Apps“ erhalten in den Streams Werbung, für Bezahl-Apps muss ein Betrag X vom Verkaufspreis an Twitter gehen. Hier erhalten die Nutzer dann ein Pro-Konto ohne nervige Werbung.

Sollte das nicht reichen um Twitter am Leben zu halten? Bitte liebes Twitter, denkt an eure Stärken und versucht nicht alle vor den Kopf zu stoßen.

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