Koopspiele: Age of Empire Online für den PC

Age of Empires Online

In den guten alten Zeiten von Nullmodem und Lanparties waren nicht zuletzt Echtzeitstrategiespiele sehr beliebte Begleiter. Kaum ein Reihe aus diesem Genre war dabei so erfolgreich wie Age of Empire. Dabei waren Age of Empire 1 + 2 bahnbrechende Spiele deren Neuerungen und Spielspaß seines gleichen suchte. In den Jahren nach Age of Empire 2 änderten sich jedoch zwei entscheidende Dinge. Auf der einen Seite verdrängten Spiele aus der Warcraftsaga die Reihe ins zweite Glied und zum anderen wurden die neuen Spiele auch schlicht schlechter und anspruchsloser. Auch hier führte der Trend zum Casualgamer dazu, dass eine Serie in der Bedeutungungslosigkeit verschwand . Doch jetzt ist die Reihe zurück und das nahezu kostenlos und mit tollen Koopmöglichkeiten.

Dabei sei gesagt, dass AOEO kein reines Koopspiel ist und man nicht alles im Koopmodus spielen kann, dies tut dem Spaß jedoch keinen Abbruch. Jedoch können ca. 85 – 90% aller Level im Koopmodus bestritten werden.

Jeder Spieler hat eine eigene Hauptstadt in der er Gebäude errichtet, Ausrüstungsgegenstände kauft und Gegenstände selber herstellt. Diese Stadt kann nicht zerstört werden, da sie wie eine Art sicherer Hafen funktioniert. Außerdem ist dies der Ort wo sich der eingebaute Rollenspielpart abspielt. Dieser besteht darin, dass man dort und in anderen Städten Quests bekommt und dafür Truhen mit Items bekommt. In diesen Truhen sind Randomitems der entsprechenden Levelstufe auf der man sich befindet. Mit diesen Items verbessert man seine Einheiten und seine Gebäude, die man in den Quests einsetzt. Die Quests selber sind i.d.R.  im klassischen Echtzeitstyle gehalten und sind zunächst extrem einfach. Im weiteren Verlauf werden die Quests jedoch teilweise in nicht nachvollziehbarer Weise sprunghaft schwerer um dann wieder einfacher zu werden. Im Allgemeinen haben die Entwickler viele Dingen wie das Farbenspiel für Itemqualitäten und Levelschwierigkeitsgrade unmittelbar bei World of Warcraft abgekupfert, was das Spielen für einen frühverrenteten Streiter Stormwinds oder Undercitys erleichtert.

Um mit einem Partner das Spiel zu genießen läd man diesen in eine Gruppe ein und startet eine Quest unter vorherigem anklicken eines Koopfeldes in der Questbeschreibung und schon geht es los. Der Mitspieler muss nicht das selbe Volk gewählt haben und auch nicht die gleichen Quests haben um an der Mission teilzunehmen. Der zweite Spieler startet neben dem Ersten mit der selben Startausstattung.  Damit der Mitspieler auch weiß wie die Aufgabe aussieht die es zu erfüllen gilt steht die Siegesbedingung stets am rechten Rand des Bildschirms. Da die Missionen sehr linear und die Questfortschritts- und Storymotivation aber stets nahe Null sind ist dies auch ausreichend.

Die Motivation kommt nicht aus den Quests oder aus der, nicht vorhandenen, Geschichte, sondern kommt ausschließlich aus dem Rollenspielpart. Man möchte Levelups und neue Items, genau das treibt einen immer wieder an gegen das Seevolk in den Kampf zu ziehen. Zudem kann man durch die Erfüllung von Quests eine Ingamewährung erhalten mit deren Hilfe es möglich ist sonst kostenpflichtige Inhalte, wie z.B. ein neues Volk oder neue Questreihen freizuschalten. Wer das Spiel vollständig kostenlos spielt und noch nicht genug Ingamewährung angehäuft hat um wenigstens ein Volk zu kaufen muss in vielen Dingen Abstriche machen. Er kann nur schlechtere Items anlegen nur wenige Gebäude in seiner Hauptstadt errichten und ist daher allgemein einem normalen Spieler haushoch unterlegen. Es ist nur jedem zu raten für ein paar Euro sich zumindest für ein Volk das Komplettpaket zu kaufen um sich vernünftig Ingamewährungseinheiten für weitere Inhalte zu verdienen.

Eine weitere Schwäche des Spiels, neben der schwachen KI,  und der Geschichte, sind die vielen fehlenden Kleinigkeiten in der Steuerung, die ein geübter Spieler von anderen Strategiespielen einfach erwartet. Dabei wirkt AOEO stets unkomfortabel und einfach gestrickt. Mircomanagement ist allerdings eh nicht gefragt. Bis auf Fokusfeuer und den Rückzug von beschädigten Einheiten kann man keinen Einfluss auf Gefechte nehmen. Siege erringt man daher durch gutes Makromanagement oder durch die Dummheit des Computers (Beispiel:KI baut auf einer Wüstenkarte 20 Schiffe in einem Minisee am Rand des Nirgendwos). Genau diese kleinen Unzulänglichkeiten machen das Spiel aber besonders einsteigerfreundlich und schnell zu erlernen.

Wer einfach ein super Strategiespiel für PVP oder Solomissionen sucht, der sollte zu Starcraft II greifen, wer jedoch das Kooperlebnis für den kleinen Geldbeutel sucht, der ist bei AOEO genau richtig.

Solowertung:        3

PVP-Wertung :     4

Koopwertung :   2

1 Comment

  1. Stephan says: Antworten

    und wenn man am Anfang ein einladungscode eingibt bekommt man extra Gold. zb diesen. 5149750759

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