[TEST] HP Pre 3 – ein seltenes Stück Technik

 
Das HP Pre 3 ist ein Smartphone mit dem Betriebssystem webOS. Wer jetzt schon am überlegen ist und den Namen webOS noch nie gehört hat sollte erst mal hier lesen.
Für alle anderen geht es dann jetzt mal weiter…
Das HP Pre 3 war in Deutschland eigentlich nur über den „Firesale“ zu bekommen (steht am Ende des schon genannten Artikels). Da aber die Server von HP zusammen gebrochen sind und die Hotline auch überfordert war, gingen viele Leute leer aus. Es gab dann noch einige Möglichkeiten französische oder U.K. Geräte zu bekommen, aber hier waren die Geräte auch teurer.
DANN verbreitete es sich wie ein Lauffeuer: MediaMarkt hat welche reinbekommen. Aber auch hier musste man schnell sein. 
Wie das Gerät so ist, könnt ihr nun lesen.

Erster Eindruck
Das HP Pre 3 kommt in einem sehr kleinen Karton. Enthalten sind das Pre 3, ein microUSB Kabel, ein USB-Ladeadapter, ein 3,5mm Klinken Headset und einige Kurzanleitungen.
Für die erste Inbetriebnahme muss die SIM-Karte eingesetzt werden. Dafür muss das Backcover abgenommen, was beim ersten Mal etwas schwierig wirkt. Man hat das Gefühl als ob man das Smartphone dabei in zwei Hälften brechen würde.
Sonst wirkt das Gerät aber sehr wertig und liegt gut in der Hand. Auch das Display bietet schöne Farben.
Für das erste Einrichten wird eine Internetverbindung über die interne SIM-Karte benötigt.


Optik


Die Vorderseite des Gerätes ist glänzend gestaltet. Somit sieht man, wie bei fast allen aktuellen Geräten, schnell Fingerabdrücke. Da hilft nur ein gutes Microfasertuch, was aber nicht im Lieferumpfang enthalten ist.
Die Seiten sowie die Rückseite des Gerätes sind Matt und leicht gummiert. Aufgrund der abgerundeten Form und der Gummierung liegt das Gerät sehr gut in der Hand und wirkt auch nicht sonderlich dick.
Die wenigen Knöpfe sowie das HP Logo sind in Chrom-Optik, was das Design etwas edler wirken lässt.


Bedienung

Das Pre 3 verfügt, wie die meisten aktuellen Smartphones, über einen Touchscreen. Über diesen wird das Gerät haupsächlich bedient.
Zusätzlich gibt es einen sog. Gestenbereich direkt unter dem Display. Dieser dient z.B. für „zurück“ oder um Anwendungen zu beenden.
Außerdem verfügt das Gerät über eine QWERTZ-Tastatur. Diese ist über einen Slider zu erreichen.
Außerdem gibt es einen Standby-Knopf, eine Lautstärken-Wipp-Schalter und eine Schieber mit dem man den Ton An- bzw. Ausschalten kann. Dieser ist besonders praktisch, wenn man den Ton auf der Arbeit ausmachen muss und ihn nach der Arbeit wieder anmachen will.
webOS ist ein reines Multitasking Betriebssystem. Der Mittlpunkt sind die sog. „Karten“ oder „cards“. Diese zeigen die laufenden Anwendungen, lassen sich anordnen oder zusammenfassen. Cardview Pre3

Hardware
Das HP Pre 3 wird angetrieben von einem 1,4 GHz schnellen Qualcomm Prozessor. Als Arbeitsspeicher sind 512MB verbaut. Den bisher verkauften Geräten stehen 8 GB Flashspeicher für Musik, Apps, etc. zur Verfügung, wobei schon einiges vom System benutzt wird.
Das Display ist 3,6 Zoll groß und bietet gute Farben. Der Akku wirkt mit knapp über 1200 mHa etwas klein, allerdings reicht dieser gut über den Tag.
Die QWERTZ-Tastatur verfügt über einen sehr guten Druckpunkt, besser als bei den ersten webOS-Geräten.


Netzwerke

Das Pre 3 ist ein Quadband GSM und Triband UMTS Gerät. Dank HSDPA und HSUPA ist ein schnelles surfen im Internet kein Problem. Aber auch über WLAN macht das surfen Spaß dank b/g/n.
Wenn man das Gerät mit dem PC verbinden will, dann kann man das über microUSB.
Außerdem steht Bluetooth 2.1 zur Verfügung.
Zum syncen steht z.B. Google oder auch EAS (Microsoft Exchange) zur Verfügung


Browser

Der Browser basiert, wie viele andere mobile Browser, auf webkit. Außerdem unterstützt der Browser Flash und Multitouch.
Websiten können aus dem Browser heraus als „App-Verknüpfungen“ gespeichert werden.

Fazit
HP hat mit dem HP Pre 3 ein aktuelles Gerät auf den Markt gebracht, was sich vor dem Vergleich mit den meisten anderen Smartphones nicht verstecken muss. Schade ist nur der kleine Flashspeicher, der sich nicht erweitern lässt. Der Arbeitsspeicher auf dem Gerät könnte zwar größer sein, reicht aber aus, sofern man nicht mehrere Flash-Internetseiten gleichzeitig laufen hat.
Das Problem ist nur, wo bekommt man das Gerät. Aktuell bleibt da nur eBay. Hier sind die Preise in letzter Zeit von knapp 500 € auf 200 bis 300 € gefallen, was einen fairen Preis darstellt für so ein Gerät.

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